Besuch vom Nikolaus auf dem Weihnachtsmarkt in Rurberg.
Besuch vom Nikolaus auf dem Weihnachtsmarkt in Rurberg.

Alles begann an einem 1. Mai mit der Frage: Was kann Rurberg auch im Winter für Besucher aus nah und fern attraktiv machen? Ein Weihnachtsmarkt in Rurberg! Aber keiner mit willkürlich zusammengestellten Buden und beliebigem Angebot. Nein, die Holzhäuschen sollten einheitlich sein und Gewerbetreibenden verschlossen bleiben. Das tatkräftige Team um Horst Lauscher, den heutigen Geschäftsführer des Fördervereins Rurberger Weihnachtsmarkt e.V., fackelte nicht lange und feierte im Jahr 1997 die Premiere des Marktes nach traditioneller Art. Wie in früheren Zeiten nämlich bietet der Weihnachtsmarkt in Rurberg am Rursee handgefertigte Waren und selbst gebackene Leckereien in eigens angefertigten Hütten aus Holz an.

Der Markt öffnet an den ersten drei Adventswochenenden mit z.B. Schönem aus dem Erzgebirge, Seidentüchern, Bienenwachserzeugnissen, Dekorationsartikeln in Holz und Stoff. „Die meisten Aussteller sind ortsansässige Vereine und Privatpersonen, die das Jahr über fleißig produziert haben“, erläutert Michael Dederichs, 1. Vorsitzender des Fördervereins. „Die Getränke- und Speisestände sind handverlesen, um den Weihnachtsmarkt nicht zur reinen Kalorien-Meile werden zu lassen“, fügt er hinzu. Glühwein, Waffeln, Bratwurst und Reibekuchen müssen aber natürlich sein. Und auch das gehobenere Angebot wie Wildgulasch und Pilze, Apfelpunsch und Feuerzangenbowle würde schmerzlich vermisst, fehlten die Buden auf ihrem Stammplatz plötzlich.

Weihnachtsmarkt in Rurberg: die Organisatoren Frank Lauscher, Michael Dederichs, Wolfgang Harth, Horst Lauscher
Weihnachtsmarkt in Rurberg: die Organisatoren Frank Lauscher, Michael Dederichs, Wolfgang Harth, Horst Lauscher

Bis zur diesjährigen Eröffnung gibt es allerdings noch einiges zu tun. Hinweisschilder werden aufgestellt, die knapp 30 Hütten errichtet und ggf. ausgebessert, Stromkabel verlegt, vier beheizbare Pavillons aufgebaut und und und. Frank Lauscher, 2. Vorsitzender des Fördervereins, weiß: „Wie gut, dass im Förderverein so manch nützliches Gewerk vertreten ist.“ Am letzten Oktoberwochenende geht’s los. Und für die Rentner unter den „Marktleuten“ heißt es dann wochentags um 10 Uhr „Antreten zum Weihnachtsmarktappell“ – Horst Lauscher ist dabei. Und noch jemand bereitet sich schon auf die Eröffnung vor: der Nikolaus. Er packt schon Geschenke für die Kinder, die ihn nach Einbruch der Dunkelheit bei seiner Ankunft mit dem Boot begrüßen. Er hat für jedes eine Überraschung dabei!

Für die Besucher noch wichtig: Parkplätze sind ausreichend vorhanden, der Zugang zum Marktgelände am Nationalpark-Tor ist barrierefrei, an der Haltestelle „Rurberg Seeufer“ der Buslinie 68 können ÖPNV-Nutzer sich direkt in das bunte Markttreiben stürzen. Neben dem Trubel gibt’s aber auch Ruhe: In der kostenfreien Ausstellung im Nationalpark-Tor sind während des Weihnachtsmarktes Bilder von Landschaftsmaler Udo Bongard aus Steckenborn zu sehen. ●

Text: Claudia Träger
Fotos: Ralph Sondermann, privat