Triathlon Eupen 2017: Belgische Meisterschaft
Triathlon Eupen 2017: Belgische Meisterschaft

Der 33. Triathlon Eupen ist Vergangenheit. Transparente, Verpflegungstische, Verkehrshütchen – alles ist abgebaut und fürs kommende Jahr verstaut. Die Ergebnisse sind veröffentlicht und die Sieger geehrt. Wir blicken zurück auf einen „super geilen Wettkampf“, wie Repräsentant Ralph Thoma sagt, und eine großartige Veranstaltung des Triathlon Teams Eupen.

Zunächst ein paar sportliche Fakten: Erste bzw. Erster beim Promo-Wettkampf (0,5 km Schwimmen, 22 km Radfahren und 7 km Laufen) am Samstag, den 5. August, wurden Sara van de Vel bei den Damen und Joakim Territo bei den Herren. Die belgische Triathlonmeisterschaft über die halbe Ironmandistanz am Sonntag, den 6. August, entschied Katrien Verstuyft bei den Damen für sich, Tom Mets gewann die Herrenkonkurrenz. Sie merken schon: Es soll hier nicht um die genauen Zeiten einzelner Athletinnen und Athleten gehen. Klar, die sportliche Leistung speziell bei der Mitteldistanz (1,9 km Schwimmen, 87 km Radfahren und 21 km Laufen) ist enorm, aber beim Triathlon Eupen sind auch ganz andere die Stars – schon mal alle der über 1.000 SportlerInnen, die ins Ziel an der Wesertalsperre kamen und bei der kurzen Distanz ganz nebenbei einen Teilnehmerrekord zustande brachten. „Das hätte vor wenigen Jahren wohl niemand gedacht, dass wir jetzt da sind“, sagt Josef Thaeter vom Moderationsteam.

Triathlon Eupen 2017 Belgische Meisterschaft
Triathlon Eupen 2017: SportlerInnen, HelferInnen, Publikum – hier sind alle Stars

Die HelferInnen: Über 250 Freiwillige hatten 800 Brötchen belegt, 80 Verpflegungspakete gepackt, 90 kg Bananen, 30 kg Orangen und 700 Schwämme gereicht, 160 kg Melonen ge- schnitzt, 8.000 Becher mit Getränken gefüllt, 720 Verkehrskegel, 300 Barrieren und 100 Bauzäune aufgestellt. Internationales Schiedsgericht, Sportler und Zuschauer waren gleichermaßen begeistert von der generalstabsmäßig geplanten und durchgeführten Organisation, die ohne das „einmalige Team Eupen“ wie Josef Thaeter schwärmt, nicht möglich wäre. Sein Kollege Thoma ergänzt: „Das ist hier ein Riesenuhrwerk mit 1.000 Rädchen und jedes einzelne ist wichtig.“ Astrid Stienen aus Herzogenrath, Zweitplatzierte auf der kurzen Distanz, spürte bei ihrer ersten Teilnahme in Eupen sofort, „dass man dort zusammensteht und sich bestens um die AthletInnen kümmert“.

Das Moderationsteam: Josef Thaeter, Walter Kubitzki und Ralph Thoma gaben dem sportlichen Wettbewerb ein unterhaltsames und informatives Rahmenprogramm. Erstere hielten das Publikum stets über die Ereignisse und Führungswechsel auf der Strecke auf dem Laufenden, auch wenn mitten in der Natur die Übermittlung per Handy nicht immer reibungslos klappte. Thoma machte die Siegerehrungen mit Schampus und Konfetti zu einem Event beim Event und sparte nicht mit spaßigen Bemerkungen: „Was machen die denn gleich im Wasser?“ kommentierte er beispielsweise die mit Neoprenanzügen ausgestatteten TeilnehmerInnen, die sich vor dem Start am Samstag bei Nieselregen unterstellten.

Triathlon Eupen 2017 Belgische Meisterschaft
Der Triathlon Eupen 2017 führt durch wunderbare Natur

Die Natur: „Allein von der Location her ist der Triathlon in Eupen etwas ganz Besonderes“, sagt nicht nur Astrid Stienen. Die 38-Jährige kennt sich aus. Einen solch naturnahen Wettbewerb hat sie trotz langjähriger, internationaler Erfahrung kaum erlebt. Da ist das schwarze Venn-Wasser der Wesertalsperre, die Radstrecke entlang des Hohen Venn und die meist schattige Laufstrecke im Hertogenwald. Landschaftlich ist der Eupen Triathlon einfach ein Traum.

Das Publikum: Es hat sich herumgesprochen, dass am ersten Augustwochenende mit dem Triathlon auch ein großes Familienfest rund um die Wesertalsperre stattfindet. In diesem Jahr feuerten rund 3.500 Zuschauerinnen und Zuschauer die Athletinnen und Athleten an, genossen die Natur und holten sich Geschmack für weitere Besuche in der Region Ostbelgien. „Die Stimmung war super, alle Leute waren gut drauf, auch wenn am Samstag die Sonne nicht so schien wie am Sonntag“, schildert Astrid Stienen ihre Eindrücke von der Strecke.

Fazit: Eupen hat aufs Neue gezeigt, im Triathlon-Zirkus sportlich ganz oben mitzumischen. Den internationalen Vergleich muss das auch aus touristischer Sicht Top-Event wahrlich nicht scheuen. Sind Sie jetzt neugierig geworden? Wir sagen mal: Bis zum nächsten Jahr an der Wesertalsperre! ●

Text: Ralph Thoma, Claudia Träger
Fotos: David Hagemann