Uwe und Kinder: Videodreh an der Grundschule Dahlem
Uwe und Kinder: Videodreh an der Grundschule Dahlem

„Hallo Ihr da, jetzt sind wir da und es wird laut und wild, es wird getobt, geschrien, gespielt“, singen die Kids in einem der packenden Lieder von Uwe und Kinder. So bebte der Boden, als sich rund 160 Schulkinder der Dahlemer Grundschule für das erste Video von Uwe Reetz im Rhythmus der Musik regelrecht „auspowerten“. Alle kleinen Schauspielerinnen und Schauspieler hatten sich bestens vorbereitet und so waren nur wenige kurze Vorbesprechungen nötig, um unter einer strengen Lehrerin, hervorragend gespielt von der Schauspielerin Maike Toussaint, den Unterricht zu beginnen. Nach und nach entwickelt sich dieser Unterricht jedoch zum Musik-Happening, das sich bis auf die Freizeitanlage der Schule ausdehnt. Die Lehrerin und der Hausmeister, gespielt von Uwe Reetz, schließen sich den Kindern an.

Das engagierte Lehrerkollegium unter der Federführung von Musiklehrerin Sonja Hilger war selbst intensiv beim Dreh mit dabei. Alle sangen, tanzten, spielten und ließen das Lied von Uwe und Kinder „Hallo Ihr da“ Gestalt annehmen. Überall strahlende Gesichter und Glanz in den Augen, wenn die jungen Darsteller mit dem Vollblutmusiker aus Kommern fachsimpelten. Sie konnten auch „wild“, wenn Maike Toussaint als nunmehr verbündete Lehrerin die Stimmung zum Siedepunkt brachte. Eine zierliche Person, die in jeder Einstellung zu über- zeugen wusste und eine unbändige Energie entwickelte, wenn es darum ging, mit Tanz und Gesang alle zu begeistern.

„Ob Eltern, Gemeinde, Eifelverein oder Förderverein – wir werden bei unseren musikalischen Aktivitäten außerordentlich unterstützt“, sagt Schulleiterin Mirjam Schmitz. Warum Uwe Reetz außerdem gerade hier sein Video dreht, ist klar: Die Schülerinnen und Schüler lieben ihn geradezu, nachdem er an der Dahlemer Grundschule schon zuvor seine Fähigkeit, Musik spielerisch an Kinder zu vermitteln, unter Beweis gestellt hatte. Uwe Reetz hat nämlich spezielle Programme (nicht nur) für Grundschulen entwickelt, bei denen Lernen zum Kinderspiel wird. Die Bedeutung von Musik für die Entwicklung der Kinder haben die Dahlemer erkannt.

Uwe Reetz
Uwe Reetz

Uwe Reetz ist 39 Jahre alt, geboren in Aachen, aber in Golbach in der „schönen Eifel“, wie er sagt, aufgewachsen. Und hier geblieben.

GE: Man muss also als Künstler nicht in die Metropolen, um erfolgreich zu sein?

Uwe Reetz: Nein, ich bin ja nicht nur in der Eifel bekannt, son- dern auch in Städten und Regionen außerhalb. Entscheidend ist die Art meiner Musik, die überall gut anzukommen scheint. Außerdem habe ich noch das Studio hier, in dem ich nicht nur meine eigenen Projekte mache.

GE: Sie werden als Multiinstrumentalist beschrieben. Welche Instrumente spielen Sie denn?
Uwe: Gitarre, Schlagzeug, Bass und Klavier. Gitarre spiele ich am liebsten.

GE: 23 Jahre Bühnenerfahrung. Woran erinnern Sie sich besonders gern?
Uwe: Mit 16 habe ich Schlagzeug in meiner ersten Band im Eifeler Hof in Marmagen gespielt. Dann gab es eine neue Band, bei der ich zur Gitarre gesungen habe. Seitdem bin ich der Sänger und das macht mir auch am meisten Spaß. Heute mache ich mit meiner Band „Eifelperlen“ unplugged Musik ohne viel Aufwand und Technik.

GE: Sie würden gerne mehr Schulprojekte machen, sagen Sie. Uwe: Ich finde, dass Musik in der heutigen Schulzeit zu kurz kommt. Musikalische Projekte werden oft nur in AGs oder in der Offenen Ganztagsschule angeboten. Leider nicht im normalen Unterricht. Nachmittags sind die Kinder oft schon müde und es ist schwer, sie noch zu begeistern. Besser wäre es, vormittags Projekte für die Schüler anzubieten.

GE: Warum macht das Musizieren mit Kindern so viel Spaß? Uwe: Da erkennt man, wer interessiert ist und wer nicht. Die Kinder sind einfach ehrlich. Ich erkenne es nach dem Auftritt, wenn die Kinder ein Lächeln auf den Lippen haben oder nicht.

Vielen Dank, Uwe Reetz, für das Gespräch!

Text, Interview und Fotos: Elmar Neumann